Heute stellt euch PS3C das Spiel ‘Trash Panic’ aus dem PSN-Store vor. Bei dem Spiel handelt es sich um einen Tetris-Klon, nur gilt es dabei nicht, einfach simple Klötzchen, sondern Abfälle unterschiedlichster Natur möglichst platzsparend unterzubringen. Der dazu verfügbare Raum ist sinnigerweise eine Mülltonne, welche bei unvorsichtiger Befüllung relativ schnell überquellen kann. Fällt dann dreimal Abfall auf den Boden, heisst’s ‘Game Over’.
Die Abfälle werden von einer Kran-Katze angeliefert, und somit sieht man die jeweils drei nächsten Abfallarten, die für die Tonne bestimmt sind. Dabei ist es kaum zu glauben, was denn von den Leuten offenbar so alles weggeschmissen wird: da gibt es mal die banaleren Dinge wie Kleiderbügel, Bleistifte, Kugelschreiber und Tassen, aber auch schon ungewöhnlichere Dinge wie ganze Mikrowellen-Herde, Eisenhanteln, Mofas und Büchergestelle bis hin zu absolut Absurdem wie kleinen Lieferwagen oder gleich ganzen Gebäuden.
Die verschiedenen Abfallarten lassen sich dann auch unterschiedlich in der Tonne verstauen. Zerbrechliches kann auf Knopfdruck zerschmettert werden, so dass die Bruchstücke sehr platzsparend bereits vorhandene Lücken zwischen übrigem Abfall ausfüllen können. Unzerbrechliches muss entsprechend platzsparend in die Tonne gesetzt werden, kann aber durch das mehrmalige Bewerfen mit nachfolgenden Abfällen schlussendlich doch noch etwas dezimiert werden. Brennbarer Müll kann von Zeit zu Zeit mittels Streichhölzern sowie Toilettenpapier (ungebraucht, da noch auf der Rolle ;o) ), Benzinkanistern und Teddybären als Brennhilfe abgefackelt werden. Und hat man in der Tonne mal ein Feuerchen entfachen können, so können normalerweise auch unbrennbare Abfälle verkohlt werden, indem man den Deckel der Mülltonne aufsetzt und somit die Innentemperatur ansteigen lässt. Dabei sollte man aber die Anzeige, welche über den Sauerstoffgehalt in der Tonne informiert, im Auge behalten, denn sonst erstickt man die Flammen, noch bevor sie ausreichend Abfall versengen konnten. Und Abfälle, die selbst den heissesten Flammen widerstehen, lassen sich dann auch schon mal mit Dynamit lässig wegsprengen. Biologische Abfälle wie angefaulte Esswaren oder aufgeweichte Holzkisten lassen sich auch von Pilzkulturen zersetzen. Diese Destruenten muss man dann aber auch ausreichend mit Wasser (z. B. aus ganzen Kloschüsseln, welche ebenfalls in die Mülltonne geworfen werden müssen) versorgen, ansonsten trocknen sie allzu schnell aus und vernichten dann natürlich keine Abfälle mehr. Dass Feuer den Pilzen auch nicht sonderlich bekommt, braucht hier wohl nicht noch speziell erwähnt zu werden…
Wurde schlussendlich das für das jeweilige Level vorgegebene Abfallvolumen in der Mülltonne vernichtet respektive untergebracht, bekommt man eine Art Ökobilanz zu Gesicht. Diese wird vom Vorgehen des Spielers bei der Abfallvernichtung beeinflusst; schlecht ist beispielsweise, wenn allzu viele Feuerchen entfacht wurden, da ja bei Bränden bekannterweise CO2 entsteht (Stichwort Treibhauseffekt). Anschliessend geht es auf zum nächsten Level mit neuen, noch verrückteren Abfallarten.
Miranmao’s Meinung:
Normalerweise lade ich mir überhaupt keine Games aus dem PSN-Store herunter, da sie mich in der Regel nicht gross interessieren. Als ich aber von Trash Panic das erste Mal gelesen habe, so fand ich die Game-Idee eines Tetris-Klons mit unterschiedlich händelbaren Abfällen als geradezu frisch, originell und neu. Und so kaufte ich mir das Game also für rund CHF 7.50 im PSN-Store.
Ich spielte es danach mehrere Male auf der Stufe ‘Leicht’, und mein Enthusiasmus verflog dabei ziemlich schnell. Allzu schwer fand ich das Gameplay schon auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe, zudem fand ich, dass man trotz Feuer und Pilzkulturen doch relativ wenig seinen Erfolg steuern kann und man zu sehr abhängig davon ist, welche Abfallarten in welcher Reihenfolge die Kran-Katze anliefert. Es ist zwar möglich, einen gerade ‘unpassenden’ Abfall ‘zwischen zu parken’ und erst später in die Tonne zu werfen, aber wirklich geholfen hat mir diese Möglichkeit auch nicht. Und bald einmal verlor ich dann den Nerv bei dem Game… Witzig: da ich es wohl nicht mehr zocken werde, es aber immer noch auf der HardDisk meiner PS3 liegt, kann man doch sagen, dass ich dadurch Datenmüll generiert habe *LOL*
Sollte hinter dem Game die Idee stecken, den Spielern den Umweltschutz etwas bewusster zu machen, dann frage ich mich zudem, wieso man denn Abfälle, die man in der Realität gesondert entsorgen muss, mit normalem Siedlungsabfall in dieselbe Mülltonne wirft ;o)
Nun, würde ich mir das Game also wieder kaufen ? Ich denke nein.
Miranmao
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Hab das Game auch angespielt. Naja war nicht so begeistert. Hier wurde wirklich viel Potential nicht genutzt… und ganz nebenbei: die Grafik ist für die Tonne.
Ja, da wurde leider wieder eine gute Idee verschenkt…
Sieht eigentlich recht witzig aus, schade das so ein Bubu draus geworden ist! Danke für den Einblick Sam!