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Call of Juarez Bound in Bloods auf der Testbank

Call of Juarez Bound in Bloods auf der Testbank

8.07.2009 |  von Barandum  |  Teilen

Hey du da, ich hab dich was gefragt. Was ist die Quadratwurzel aus 5248?“

Dr. Kawashimas Gehirn Jogging? Falsch! Diese markigen Sprüche gehören natürlich in einen schön verrauchten Saloon mit billigem Whisky (der standesüblich aus ungewaschenen Shotgläsern getrunken wird), einem grimmigen Bar-Tender, ein paar freien netten Mädels sowie schweiss-triefenden, verstaubten und vernarbten Cowboys mit rauchenden Colts! Wer das bekannte Zitat immer noch nicht kennt, der findet die Auflösung am Ende dieser Review… quasi als Belohnung fürs Lesen icon smile Call of Juarez Bound in Bloods auf der Testbank

Passend zur heissen Jahreszeit überrascht Ubisoft mit einem gewagten Genre: Western-Shooter! Ein wirklich heisses Eisen, an dem man sich als Publisher gut und gerne die Finger verbrennen kann. Gerade kürzlich hat sich mit diesem Genre Codemaster’s “Damnation” ein richtig faules Ei in die Bratpfanne gelegt. Wie mein alter Sattel-Kumpel, James Arness (in “Durch die Hölle nach Westen”), zu sagen pflegte: “Mann soll die Biber nicht zählen, bevor sie in der Falle sind!”. Wie auch immer, Ubisoft kennt diesen Spruch anscheinend auch oder hat aus früheren Flops gelernt. Die Jungs bei Techland, den polnischen Entwicklern hinter Call of Juarez, kennen zudem auch die Quadratwurzel aus 5248 und haben genügend Staub geschluckt, denn das Spiel ist wirklich sehr gut geworden!

Geschichte

Aber worum geht es eigentlich bei Call of Juarez “Bound in Bloods”? Viele von euch mögen sich noch wage an den ersten Teil erinnern, der auf PC und Xbox erschien. Bound in Bloods ist nicht – so wie es zu erwarten wäre – der Nachfolger, sondern das Prequel zum ersten Teil und zeigt die Vorgeschichte, die rund 20 Jahre vorher stattfindet. Geschichtslektion: Es ist das Jahr 1861, in Amerika tobt zwischen der Union der Vereinigten Staaten (auch bekannt als “Yankees”) und der Confederation der Südstaaten ein fünfjähriger Bürgerkrieg (Sezessionskrieg) wegen der Frage der Sklaverei. Der Konflikt eskalierte, als Abraham Lincoln (ein grosser Gegner der Sklaverei) zum Präsidenten der Union ernannt wurde. Die Südstaaten, allesamt grosse Plantagenbesitzer, kamen auf Grund der Abschaffung der Sklaverei wirtschaftlich und politisch derart unter Druck, dass sie unter der Führung von Jefferson Davis aus der Union austraten. Die Konsequenz war eine blutiger Bürgerkrieg (by the way, der letzte Krieg auf amerikanischem Boden). Die Strategie der Yankees war es, die Konföderation auf dem eigenen Land, dem malerischen Mississippi-Delta, in die Knie zu zwingen. Dabei sollte aber das wertvolle Kulturland (insbesondere die Baumwollplantagen) nicht zerstört werden. Der clevere General Scott entwickelte also einen Plan (“Anakonda-Plan”) der vorsah, durch Blockaden der Seehäfen und des Mississippi die Konföderation von Nachschub aus Übersee und dem Westen abzuschneiden und zur Aufgabe zu zwingen. Was dann geschah, steht heute in den Geschichtsbüchern: die Union hat gewonnen und die Sklaverei ist abgeschafft.

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Aber nun zurück zu der eigentlichen Story des Games. Im Kern des Spiels stehen die beiden McCall-Brüder, Thomas und Ray. Beide dienen als Soldaten der Konföderation und kämpfen zu Beginn Seite an Seite im Schützengraben um eine strategisch wichtige Brücke über den Mississippi, welche die Yankees einnehmen wollen. Nach der gewonnen Schlacht, in der man so ganz nebenbei durch alle wichtigen Spielelemente Tutorial-mässig durchgeführt wird, desertieren die beiden Halunken aus der Armee. Die beiden Brüder wollen so schnell wie möglich zurück zu Mama McCall (ausgesprochen „Maaaaaaaa“) um das Land und Gut der Familie von den wütenden Yankees zu schützen. Ihr cholerischer Vorgesetzter, Colonel Barnsby, findet das aber nicht sehr witzig und jagt die beiden Gesetzlosen quer über den Kontinent, vom verwüsteten Georgia bis hin in das entfernte Mexiko zum grossen Showdown!

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Der Einzelspieler-Modus, aufgeteilt in insgesamt 5 Akte, führt narrativ durch diese geniale Western Atmosphäre von geschätzten 7 Stunden effektiver Spielzeit. Die Story, erzählt durch den dritten Bruder und gottgläubigen Reverent, fügt sich nahtlos in die Action ein. Anhand einer western-typischen Bild-Story, wird die Geschichte und Geschehnisse zwischen den Akten erklärt, während das Spiel im Hintergrund den neuen Akt lädt.

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Die einzelnen Missionen sind dabei sehr abwechslungsreich. Jünger der Western-B-Movie Szene kommen dabei voll auf ihre Kosten: Banküberfälle, Goldminen, Reiten durch die weite Prärie, mit-Indiander-Kriegsbeil-ausgraben sowie dem absoluten Klassiker: Highnoon-Shooting! Die Entwickler von Technland haben hier wirklich ein geniales Stück an virtueller Handlung geliefert… sie haben sogar an die Romantiker unter euch gedacht und eine dramatische Love-Story in den Plot verarbeitet. Mehr wollen wir hier natürlich nicht verraten!

Barandum
Hatte gemeinsam mit Tom die Idee zu der grossen Community. Ist verantwortlich für die ganzen Kontakte zu den Publishern, Werbung & Sponsoring… und natürlich auch ein begeisterter Gamer!

5 Kommentare


  1. Tolle Review!
    Das Game gefällt und macht mächtig Spass! :D

    Ich möchte aber noch hinzufügen, dass es schon noch mehr Waffen (bei diversen Waffenhändlern welche man in jedem Level antrifft) zu kaufen gibt. Diverse Revolver wie z.B. Ranger, alter Colt, Schnelllader… Gewehre wie die Winchester, Scharfschützengewehr, doppelläufige Schrotflinte, abgesägte Schrotflinte. Zudem gibt’s das ganze Waffenarsenal im Verlauf des Spiels jeweils in drei Kategorien zu erwerben: ROSTIG, GUT (silbern) und SEHRGUT (golden)! Welche sich natürlich im Preis und der Durchschlagskraft unterscheiden… Lg

  2. Das mit den Waffen stimmt schon, jedoch sind die IMHO eher Semantik als wirklich spürbar im Gameplay. Es eröffnen sich keine neuen Strategien aufgrund der Waffenauswahl. Das meinte ich eher.

  3. Nun ich habe den Titel leider noch nicht, daher kann ich nicht mitreden, aber deine Review macht wirklich Lust auf mehr! Zeigt aber wieder einmal das Gamer wie du, es eben teilweise anders sehen wie die Printmedien die sich vor Lobeshymnen ja überschlagen!

    Ich freue mich bald mal wieder die Colt´s auszupacken und mit Ray richtig böse zu werden, denke das Thomas bei mir den Charakter des “Noch nie angespielt” Männchens haben wird! Hehe!

    Dazu ein Zitat aus einem bekannten Western

    “Siehst gut aus Glatze! Heut schon gekotzt?”

  4. Super Bericht, bringts auf den Punkt und verschafft einen guten Einblick!

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