Hubraum ist durch nichts zu ersetzten, ausser durch noch mehr Hubraum“
Der Spruch mag ja bei Opa’s Benz der nur geradeaus auf der Autobahn fährt noch ziehen… Aber was ist mit Leichtbau, Überrollkäfig, fetter Turboaufladung oder extrem hohen Drehzahlen? Nein, ich bin nicht der Tunergemeinde verfallen, ich komme gerade von einem Rallycrossrennen in Dirt 2!
Man beginnt die Rennkarriere als unbekannter Rennfahrer, der noch nicht in der grossen Liga mitspielen darf. Anfangs gibt es nur eine handvoll Strecken in wenigen Ländern die gespielt werden können. Was aber sofort auffällt, ist das total stylische Menü, das ganz 3 dimensional den Wohnwagen und Aussenbereich darstellt. Die Suche nach bestimmten Menüpunkten scheint auf ersten Blick etwas umständlich, aber sobald man sich daran gewöhnt hat ist es richtig angenehm, denn das Menü kaschiert geschickt die auch so schon sehr kurzen Ladezeiten.
Das erste Rennen vermittelt schon die Ausrichtung von Dirt 2, die Rennaction ist schnell, die Autos reagieren sensibel auf Lenkbewegungen und die Gegner bieten durch ihre gute KI spannenden Rennspass. Das Spiel verzichtet auf Lenkhilfen oder Ideallinien und man muss auch auf niedrigstem Schwierigkeitsgrad lernen, das Rennfahrzeug zu beherrschen.
Der Spieler selber bekommt für gefahrene Rennen, Platzierungen und auch für Ziele (wie zum Beispiel mit dem Fahrzeug gesprungene Meter, Drifts, Überholen usw.) Erfahrungspunkte, die für einen Levelaufstieg benötigt werden. Mit dem Levelaufstieg werden automatisch neue Rennveranstaltungen aber auch Lackierungen und einige male auch Fahrzeuge freigeschaltet. Zusätzlich zu dem Fahrerlevel sind auch die Rennveranstaltungen in 3 Stärkeklassen eingeteilt. Während die Autos in der untersten Klasse noch relativ zahm sind, legen vor allem die Rallycross- und Trailblazer-Boliden mächtig an Power zu und man kann richtig nachvollziehen was es braucht um zum Beispiel die ex Gruppe B Monster: MG Metro 6R4 oder Ford RS 200 schnell durch einen engen Kurs zu prügeln.
Neben dem Speedgefühl, welches in Dirt 2 sehr schön rüberkommt, brüllen die Motoren je nach Fahrzeug so aggressiv, dass man schon fast das Gefühl hat, der Motor befände sich im gleichen Raum.
Positiv fällt weiter auf, dass man nicht alle verfügbaren Rennen fahren muss um weiter zu kommen/aufzuleveln, man kann sich die Lieblingsdisziplinen aussuchen und diese als Schwerpunkt setzten.
Zu den verschiedenen Rennformen wie Raid, Rally, Landrush, Trailblaze (ähnlich wie Hillclimbing) sind noch einige Zwischendisziplinen wie Teamrennen, Domination und Gatecrasher hinzugekommen – (Den Amis war der europäische Rallysport wohl zu langweilig
)
Ein weiteres Feature, dass aus Grid übernommen wurde sind die Flashbacks – setzt man den Wagen nach 3 Runden und hart erkämpfter Führung in eine Wand, braucht man sich nicht mehr grün zu ärgern und das ganze Rennen zu wiederholen, man aktiviert die Flashbackfunktion und spult den Film einige Sekunden zurück und springt dort sofort wieder ins Rennen.
Vom Visuellen her kriegt man in Dirt 2 nicht nur eine sehr schöne Grafik, die vor allem auch mit realistischen Lichteffekten (Scheinwerfer oder Tageslicht) punktet, auch die Fahrzeuge, Cockpits und gewählten Kamerapositionen sind sehr detailliert bzw. gut gewählt. Die früheren Schwachpunkte der Colin McRae Reihe, zum Beispiel, dass sich Fahrzeuge beim Einlenken genau um den Mittelpunkt des Fahrzeuges drehen, anstatt um die realen Lenkachsen scheinen auch weitestgehend eliminiert worden zu sein. So macht es nach einem erfolgreichen Rennen richtig Spass, die automatische Wiederholung nach dem Rennen anzusehen und perfekte Powerdrifts, weite Sprünge oder gute Überholmanöver nochmals zu sehen.
Mit grossen Namen wie Travis Pastrana, Ken Block, Dave Mirra und einigen anderen Amerikanern verliert das Spiel zwar etwas vom British Racing Spirit, die Rally rückt etwas in den Hintergrund, es kommt aber mit den X-Games (Mischung diverser Events) und den WorldTours (Internationale Meisterschaft in einer Disziplin) eine durchaus gute Atmosphäre auf. Auch bei den Autos ist der Wechsel in Richtung Übersee spürbar, es sind nicht mehr ganz so viele Rallyfahrzeuge wie früher, es gibt keine Renntrucks mehr; dafür sind einige Fahrzeuge im Spiel, die man bei uns nicht mit rally-ähnlichen Rennen in Verbindung bringen würde (BMW Z4 Coupé, Pontiac Solstice GXP oder Nissan 350Z).
Nichtsdestotrotz kann bei Dirt 2 gesagt werden, dass das Spiel sehr gut gelungen ist!
Man hat gegenüber dem Vorgänger Dirt nochmals einiges zugelegt und bietet ein sehr packendes Rennspiel, dass auch inhaltlich viele Stunden Spass bereitet.
McLogo
Leitung Redaktion und Forum Moderator. Sieht meistens nur das Positive und fühlt sich als "Ritter des Blauen Lasers" dazu verpflichtet, Gun Turrets vor dein Haus zu bauen.
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Mir macht das Teil eine menge Spass!
Starke Grafik, Abwechslung, Action, was will man mehr?
Gut… es ist keine Simulation, wohl eher Arcade. Was mich aber überhaupt nicht stört!
Lg
3 X-Game & 5 WorldTour Champion
Ist schon ein tolles Game, jedoch bei den ganzen Neuerscheinungen muss man Prioritäten setzten, da rückt es wohl ein wenig nach hinten. Aber wenn die ganzen Neuerscheinungen durch sind, muss auch mal Dirt2 in meine schwarze Perle sieht schon verdammt gut aus.
Hab die Demo Online gezockt,macht echt mega spass.Mit freunden und Headset besonders