An der Gamescom wurde uns von Konami auch noch ausführlich das neue Castlevania: Lords of Shadow gezeigt. Gabriel Belmont ist Mitglied in der Brotherhood of Light und ist mächtig sauer auf die dunkle Seite. Diese hat seine geliebte Marie dem Leben entrissen und ihre heilige Seele in der Dunkelheit gebannt. Gut, dass die liebe Marie noch in Seelenform mit ihrem Geliebten in Kontakt steht und ihm so von einer geheimnisvollen goldenen Maske erzählt, die die Toten (ergo auch sie) zum Leben erwecken kann. Mit dem Combat-Cross bewaffnet, ein metallisches Kreuz mit Kettenfunktion, begeben wir uns in die düstere Spieltwelt.
Die Grafik fängt die Atmosphäre der düsteren Landschaft sehr gut ein. Auf einer grossen Übersichtskarte orientiert man sich von Quest zu Quest. Dabei ist der Spielverlauf sehr linear. Daher reihen sich die Nebenmissionen entsprechend linear auf. Fokus liegt somit ganz klar auf dem Hauptquest: finde die goldene Maske!
Das Gameplay erinnert sehr stark an God of War. Eigentlich krass, das sich jedes Game mit Quick-Action Einlagen, der isometrischen Perspektive und einer Fantasystory, immer dem Vergleich mit dem Genrekönig God of War stellen muss. Aber so ist das halt nun mal und die Entwickler tun erstaunlich wenig um sich zu differenzieren und bedienen sich dafür kräftig an guten Ideen.
So kämpft ihr euch durch Horden von Untoten, Werwölfen und sonstigem Ungeziefer, trefft ab und dann mal auf grosse Levelbosse (checked den Video!), die ihr mit gezielten Quick-Action Moves zur Strecke bringen müsst und löst ab und an wieder mal ein Puzzle. Die Puzzle sind aber nicht ganz auf dem Niveau von God of War. Vielmehr müsst ihr Schalter finden und aktivieren, damit ihr im Level weiter voranschreiten könnt.
Das Gemetzel mit Gabriel macht Spass. Wir vermissen jedoch dieses klassische “Castlevania” Feeling der Vorgänger. Die Story wirkt eher beiläufig und die Bossfights sind zwar nicht einfach, aber eher aufwändig und nicht wirklich spassig. Dem Spiel fehlt auf der Basis was wir gesehen haben noch das gewisse etwas. Es wurde gut von der Konkurrenz kopiert, die Note von Hideo Kojima, der die Entwickler beraten hat, ist deutlich im Spiel spürbar und auch die Story kann gefallen, wenn auch nicht sonderlich innovativ. Wir erwarten somit ein gutes Game, dass uns hoffentlich in der Endfassung punkto Atmosphäre und Spieltiefe noch stärker vor den Bildschirm fesseln wird.
Barandum
Hatte gemeinsam mit Tom die Idee zu der grossen Community. Ist verantwortlich für die ganzen Kontakte zu den Publishern, Werbung & Sponsoring… und natürlich auch ein begeisterter Gamer!
Auf den Titel bin ich sehr gespannt, Devil May Cry nur ernster ohne den ganzen Kitsch! Charaktere und Umgebung sind wirklich sehr liebevoll gemacht. Einzig die Angst vor japanischem Kitsch und Pathos in der Story schreckt mich noch etwas ab. Aber das Teil hat definitiv einen Test verdient!!!!