- ETA September 2011
- Pub Bethesda Softworks
- Dev Id
- Genre Shooter
Sauber aufgeschlagen liegt er vor uns, unser Notizblock. Ein schreibfähiger Kugelschreiber, Farbe Blau, befindet sich in unserer rechten Hand und unsere Augen sind auf die Leinwand vor uns gerichtet. Gebannt warten wir darauf dass sie beginnt, die Rage Präsentation, in die wir freundlicherweise von Lead Designer Matt Hooper eingeladen worden.
Erpicht darauf jede noch so kleine Einzelheit aufzuschreiben, um eine möglichst akkurate Preview verfassen zu können, fiebern wir dem Beginn entgegen und als nach 30 Minuten Präsentation das Licht wieder angeht, ist unsere Notzblockseite leer und unser Kugelschreiber unbenutzt, aber unsere Augen leuchten wie die eines Kindes…
Rage schickt euch in eine trostloste Zukunft, in der ein riesiger Komet nahezu alles Leben ausgelöscht oder für immer verändert hat. Wir sind ein Überlebender einer Rettungskapsel, die vor dem Einschlag vergraben wurden, um das Fortbestehen der menschlichen Rasse zu gewährleisten und so findet ihr euch in der unbamherzigen, vertrockneten Welt von Rage wieder, in der es ums nackte Überleben geht.
Unsere Präsentation führt uns durch die Ruinen einer Industrieanlage, in der sich zahlreiche Banditen verschanzt haben. Unser Ziel ist simpel, wir müssen in das Örtchen Wellsprings, zu Fuß jedoch ein wahrer Kraftakt und zwischen uns und einem Fahrzeug liegen zahlreiche, mordlustige Banditen. Ausgerüstet mit Pistole und Sturmgewehr bahnen wir uns unseren Weg durch die zerstörten Hallen.
Bei den Gefechten mit den Banditen, zeigt sich Id’s Shooter Erfahrung, wir wählen flüssig zwischen Granaten und Waffen und pusten einen Gegner nach dem anderen um, per Knopfdruck können wir auch ein Wurmesser loswerfen, das unsere Gegner einen Kopf kürzer macht. Gerade bei durchlagskräftigeren Waffen, zeigt sich noch eine weitere Id Tugend, nämlich reichlich Blut und die ein oder andere abgetrennte Gliedmaße, was jedoch nicht überzogen wirkt, sondern in die harte Welt von Rage passt.
Zahlreiche tote Banditen, die wir übrigens nach Munition und Gegenständen durchsuchen können, später, brettern wir mit unserem Vehikel durch einen ausgedörrten Canyon. Dabei wirkt die Fahrphysik sehr beeindruckend und erinnert an Renntitel wie Dirt. In Wellsprings angekommen, atmen wir erstmal die Atmosphäre der Stadt.
Id hat den kleinen Ort äußerst liebevoll zusammengezimmert. Menschen gehen ihrem Tagewerk nach, in der aus Schrott zusammengebastelten Stadt zischt und raucht es an allen Ecken, und auf den Straßen können wir uns mit Minispielen oder Nebenaufträgen beschäftigen. Rage bietet neben der Haupthandlung und der offenen Spielwelt auch zahlreiche Nebenverdienste an, die den Titel nah an ein Rollenspiel bringen, nur eben ohne Charakterwerte und Levelaufstiege.
In Wellsprings erhalten wir den Auftrag, die Quelle auf der die Stadt erbaut ist, vor eingedrungenen Banditen zu beschützen. Mit einer Ambrust bewaffnet wagen wir uns in die modrigen Kanäle unter der Stadt. Bei den Gefechten in der Kanalisation wird klar, dass Rage auch kein sturer Shooter ist, denn ähnlich wie in Bioshock könnt ihr eure Umgebung nutzen. So grillen wie gleich mehrere der agilen Gegner mit einem Elektropfeil, weil sie in einer Pfütze stehen. Oder wir basteln uns aus gefundenen Teilen ein automatisches Geschütz zusammen. Diese zahlreichen Variationen, machen die Gefechte immer wieder spannend und abwechslungsreich.
Als Abschluss der Präsentation zeigt uns Matt einen späteren Abschnitt aus dem Spiel, die Dead City. Dead City wirkt wie der Limbus aus Inception. Die komplette Großstadt liegt in Trümmern, Gebäude ragen ineinanderr rein und alles ist von einer Staubschicht bedeckt und wirkt leblos. Der Eindruck erweist sich jedoch als falsch, als uns plötzlich grässlich mutierte Wesen angreifen, die wir nur mit Not abwehren können.
Munitionsarm und am Ende unserer Kräfte, werden wir von einem markerschütternden Gebrüll erfasst, dass von einem riesigen Mutanten, von der Höhe eines Gebäudes, stammt. Wie wir diesen Koloss zu Fall bringen sollen, bleibt ungewiss, denn die Rage Präsentation endet mit diesem Cliffhanger.
Technisch macht Rage einen überragenden Eindruck. Fantastische Texturen, zahlreiche Details und brilliante Animationen, gepaart mit dem einzigartigen Stil des Spiels ergeben eine Optik zum niederknien. Desweiteren läuft der Titel auch noch mit butterweichen 60 Frames, was angesichts der dargebotenen Pracht schier unglaublich ist. Id typisch setzt Rage bei der Licht und Schattendarstellung die Messlatte etwas höher und schickt sich an eines der bestaussehndsten Spiele aller Zeiten zu entwickeln.
Auch spielerisch machen die Texaner alles richtig. Open-World Feeling, unzählige Waffen und Upgrades für euch und euer Fahrzeug, Nebenquests, ein Koop-Modus und und und. Wenn Rage eine spannende Story erzählt und die Nebenaufgaben nicht zu repetiven Hol- Und Sammelquests verkommen, erwartet uns ein Shooter der Superlative, der nicht nur unsere Augen zum Leuchten bringen wird.
Avater
Action- und Rollenspielfan, dazu ein Fan romantischer Sonnenuntergänge und leidenschaftlicher Pixelschieber.
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Anfangs war ich ja nicht besonders begeistert, da mir diese Enzeitka**** einfach auf den Nerv geht egal ob bei Mad Max oder Fallout. Aber das Konzept, die Grafikpower und der ganze Stil ist schlichweg genial.
Das ist eines der Topspiele, auf die ich mich ganz besonders freu! Ich hoffe die Story wird toll in der atemberaubenden Engine umgesetzt und die Steuerung sowie die Interfaces machen entsprechend viel Spass!
Steuerung flutscht super! Kann ich bestätigen. Grafik sieht auch super aus. Zur Story ist noch nichts bekannt, sieht so bissle nach Verschwörung aus.
Einzig allein die Nebenaufträge lassen mich bangen, nicht das die so repetiv wie bei FarCry 2 werden.